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Colmar Teil 2


     
 
 
Vereinsreise vom 1. September 2018

Colmar-Fotos, Teil 1 


Fotos Romeo Crivelli


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Unsere diesjährige Vereinsreise führt ins Elsass. Für die Schweiz ist heute eher nasses Wetter angesagt. Hierzulande, kurz vor dem Ziel, verhindert insbesondere tiefliegender Nebel die Weitsicht.


 
 
 
 
Unser Besuch gilt der französischen Stadt Colmar, nicht allzu weit entfernt von unserem letztjährigen Jahresziel Freiburg im Breisgau. Geplant und realisiert hat die Reise wie schon im vergangenen Jahr unser Orchestermusiker Carsten.


 
 
 
 
Schon haben sich die Nebelschwaden verzogen, und bezüglich der Wolken können wir zuversichtlich sein, dass auch sie sich bald davonmachen.

Welch' verblüffende Übereinstimmung auf diesem Bild! Es scheint, als wollten die Wolken die Skyline der vorhandenen Pflanzenwelt identisch nachbilden.


 
 
 
 
Unser Car bringt uns zum Busparkplatz LACARRE im Norden der Stadt. Weiter geht's zu Fuss zum grossen Platz vor dem Museum Unterlinden als Ausgangspunkt für die Stadtbesichtigung.


 
 
 
 
Dieses Ziel ist in knapp zehn Minuten zu erreichen. Falls nicht, müssten die Verkehrsampeln als Sündenböcke herhalten.


 
 
 
 
Dieser grosse Platz beim Museum Unterlinden ist Ausgangspunkt für den Besuch diverser über die Stadt verteilter Sehenswürdigkeiten und für einen beschilderten Rundgang.


 
 
 
 
Hier befindet sich auch das Restaurant Pfeffel, wo wir nach dem Rundgang unser Mittagessen einnehmen werden.



 
 
 
Die Stadtbesichtigung war ursprünglich in zwei Gruppen mit ortsansässiger deutscher Führung geplant. Da alle StadtführerInnen in deutscher Sprache ausgebucht waren, haben sich Carsten (rechts im Bild) und Bettina (nächstes Bild) entschlossen, uns die Stadt selber näherzubringen.


 
 
 
  Bettina und Carsten sind beide bestens fundierte Colmar-Kenner.


 
 
 
  In Colmar findet man oft über weite Strassenzüge schöne, gut erhaltene, teils eigenwillige Fachwerkhäuser in einer grossen Farbenvielfalt. Sie sind in der Altstadt sehr ausgeprägt vorhanden und dürften vermutlich zur Erhaltung des Stadtbildes unter Denkmalschutz stehen.


 
 
 
  Aber auch die übrigen Bauten gliedern sich gut und harmonisch ins gesamte Stadtbild ein.


 
 
 
 
                         Das Haus der Köpfe (maison des têtes) ist ein sehr schönes Beispiel
                         für die Architektur der Renaissance. Es wurde 1609 für einen reichen
                         Kaufmann gebaut und macht seinem Namen mit den über 100 Köpfen
                         in der Fassade und insbesondere im Erker alle Ehre.


 
 
 
 
Solch schöne Schilder mit kunsthandwerklichen Halterungen wie hier trifft man überall in der Stadt. Dieses Haus beherbergt heute ein Restaurant der oberen Klasse und laut Internet-Hinweisen auch ein Hotel.
 

 
 
 
 
Die kleinste Wohnung in Colmar (mit der rötlich-braunen Fassade und zweifach geknicktem Dach)


 
 
 
 
Wir befinden uns vor der Eglise des Dominicains. Ein Besuch als Gruppe ist nicht vorgesehen. Er ist daher allenfalls individuell am Nachmittag einzuplanen.


 
 
 
 
Wir verschieben uns zum nahe gelegenen Martinsmünster. Im Hintergrund des Bildes hat es sich bereits mit einem Turm bemerkbar gemacht.


 
 
 
  Häufig begegnet man schmucken, speziell ausgestatteten und gepflegten Verkaufslokalen.


 
 
 
  Auch das Schild dieser Bäckerkei mit Bretzel und Herz darf sich sehen lassen.
 

 
 
 
 
                         Beim Münster angelangt präsentiert sich der zweite Turm als "Torso".
                         Wir erfahren, dass über all die Jahrhunderte das Kapital fehlte, um ihn
                         fertigzustellen.


 
     
 
Aussenanschichten des Münsters ... die üblichen Bezeichnungen dafür auf Französisch lauten:
Eglise St-Martin, La Collégiale oder La Cathédrale


 
 
 
  Reich verziertes Seitentor


 
 
 
  Auch der Haupteingang ist prunkvoll ausgestattet.


 
 
 
  Beeindruckend bei dieser Kirche sind die Ausmasse, die elegante Formschönheit und die Glasmalereien.


 
 
 
  ...


 
 
 
                            Die Fenstermalereien sind sehr filigran gestaltet.


 
 
 
  Die Bögen und Säulen wirken leicht dank ausgewogener Dimensionen.


 
 
 
 
Zu diesem Kunstwerk habe ich vergeblich im Netz nach Hinweisen gesucht, doch das tut seiner Schönheit keinen Abbruch.


 
 
 
  Chor des Münsters


 
   
  Die Madonna mit dem Kind, erschaffen im 15. Jahrhundert


 
 
 
 
Madonna mit Kind, Chor und Chororgel, darüber ein enormer Kunstschatz an bemalten Kirchenfenstern verschiedener Epochen.


 
 
 
 
Kirchenschiff und grosse Orgel. Die Entstehung dieser grossen Kirche geht zurück auf die Jahre kurz vor 1100, aber der Bau wurde eingestellt und erst gegen Mitte des 13. Jahrhunderts unter Federführung des herausragenden Architekten namens Maître Humbret wieder aufgenommen. Die Westfassade beinhaltete nur einen Turm, obwohl ursprünglich zwei vorgesehen waren. Der Chor entstand erst im Jahr 1351. Die Bauzeit der Kirche umspannte damit einen ungefähren Zeitraum von 1230 - 1370.


 
 
 
 
Auch über die Orgelgeschichte der Collégiale-St. Martin gäbe es viel zu berichten. Man sprach davon seit Beginn des 15. Jahrhunderts. Im 16. Jahrhundert gab es eine Basler Tügi-Orgel. Sie verschwand 1576. 1608 bekam die Kirche eine Chororgel, doch schon 1753 erwähnte André Silbermann (Sohn von Andreas Silbermann) das Bestehen einer Schwalbennest-Orgel (?). 1755 erhielt la Collégiale St-Martin seine grosse Silbermann-Orgel. 1828 wurde sie durch das Haus Callinet überarbeitet und entsprach so offenbar über Jahre den neuesten Anforderungen. Doch 1911 wurde die damals mechanische Orgel durch Joseph Rickenbach pneumatisiert. Nach weiteren offenbar unglücklichen Interventionen "starb" sie 1976 und noch brauchbare Elemente davon wurden in die Dominikanerkirche umgesiedelt. Offensichtlich war hier ein Kräftemessen unter Orgelbauern im Spiel, welches für die Hauptorgel der Münsterkirche nicht förderlich war. Ob sie heute noch bespielbar ist, wurde mir aus den komplizierten Internet-Schilderungen nicht klar.


 
   
 
Streben / Stützen dieser Art dienen der Stabilität grosser Bauobjekte. Sie fangen heikle Seitenkräfte auf bzw. leiten sie um. Zudem haben solche Stützbauten eine charakteristische Ausstrahlung auf ein Stadtbild und gewähren oftmals interessante Durchblicke, wie hier auf den Erker eines altehrwürdigen Hauses. Mehr dazu bei den nächsten beiden Bildern.


 
 
 
  Nutzung als Wachhaus, Stadthaus, Gerichtsgebäude, Militärunterkunft und Polizeikommissariat, aber auch als Handelshaus für Nüsse und Öle.


 
 
 
 
Der Erker, erbaut zwischen 1577 bis 1582, diente den Magistraten als Tribüne zur Bekanntmachung von Gerichtsurteilen. Erker und Torbogen gelten als Juwel der Renaissance-Architektur am Oberrhein.


 
 
 
 
Innenhof des musée Bartholdi

Frédéric-Auguste Bartholdi, Bildhauer, ursprünglich aus Oberitalien stammend, lebte in Colmar. Er war u.a. der Schöpfer der weltberühmten Freiheitsstatue von Amerika auf Liberty Island.


 
 
 
 
Die ''Maison Pfister'' ist ein historisches, äusserst charakteristisches Haus in Colmar, stammend aus dem Jahr 1537 und benannt nach einer Familie, die im 19. Jahrhundert darin lebte.


 
 
 
                            In den engen Altstadtgassen ist viel Betrieb und manchmal fast kein
                          Durchkommen mehr.


 
 
 
 
apropos Hansi: Sein Name war Jean-Jacques Waltz (23.2.1873-10.6.1951). Er war elsässischer Grafiker, Zeichner (berühmt als Postkartenzeichner) und Heimatforscher. Sein Vater als Stadtbibliothekar (ab 1881) und Kurator des Unterlinden-Museums (ab 1891) weckte in ihm Begeisterung für Geschichte und Kunst. Waltz zählte zu den Förderern des Musée d'Unterlinden in Colmar. Wegen seiner anti-deutschen Haltung wurde er ein Leben lang verfolgt, hielt sich oft in Frankreich auf und kämpfte auch als Freiwilliger auf französischer Seite. Nach der deutschen Invasion im 2. Weltkrieg flüchtete er wieder nach Frankreich und danach in die Schweiz. 1946 kehrte er nach Colmar zurück. In Riquewihr schuf man ihm zu Ehren das Musée Hansi, und am 50. Todestag von "Onkel Hansi" errichtete ihm seine Heimatstadt Colmar gegenüber seinem letzten Wohnhaus ein Denkmal.


 
 
 
  ohne Worte...
                                                                                                                          ...aber mit viel Herz
 
 
 
 
An der place de l'ancienne Douane steht der Schwendi-Brunnen, ebenfalls ein Werk von Frédéric Auguste Bartholdi.

 
 
 
 
                         Lazarus von Schwendi, Reichsfreiherr von Hohenlandsberg (1522-1583)
                         war u.a. General im Dienste von verschiedenen Kaisern. Er zog in den
                         Krieg nach Ungarn, wo er die Stadt Tokay einnahm. Der Legende nach
                         soll er einige Setzlinge des berühmten Weines mitgebracht und der Stadt
                         Kaysersberg übergeben haben. Diese haben sich im Elsass längst erfolg-
                         reich vermehrt und die Traubensorte ist weit über die Grenzen zum
                         Qualitätsmerkmal für elsässischen Wein geworden. Die ursprüngliche
                         Bezeichnung wurde inzwischen in Tokay - Pinot Gris umbenannt.


 
 
 
 
Verpasste Gelegenheit: hier hätte es womöglich eine Gelegenheit gegeben, den Tokay Pinot Gris gleich zu testen!


 



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