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4. Dezember 2016
Die kommentierte Bachkantate
Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget  (BWK 64)

Aufführung in der reformierten Kirche Wallisellen

Es singen und spielen

Stefania Gniffke, Sopran
Simon Savoy, Altus
Silvio Benz, Bass

Chor und Orchester des Musikvereins Lenzburg
Beat Wälti, Leitung und Kommentar


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Texte teilweise entnommen aus der Werkbeschreibung von Beat Wälti

Fotos Romeo Crivelli

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Die reformierte Kirche wird sogleich beim Verlassen des Bahnhofes Wallisellen sichtbar und ist zu Fuss in wenigen Minuten erreichbar.
 

 
   
 
Der gefällige Innenraum der Kirche strahlt eine angenehme Atmosphäre aus. Erfreulicherweise ist er bis auf ganz wenige Plätze sehr gut besetzt.


 
   
 
Die Solopartien singen (von rechts nach links) die Sopranistin Stefania Gniffke, Simon Savoy, Altus, sowie Silvio Benz, Bass. Links aussen Konzertmeister Ueli Bürgi und (l.b.n.l.) Beat Wälti, Einführung und Leitung.


 
   
 
Die dieses Jahr aufgeführte Kantate schrieb J. S. Bach in seiner Leipziger Zeit für den 3. Weihnachtstag des Jahres 1723.


 
   
  Gleich zu Beginn erklingt der reich ausgeführte Eingangs-Chor. Das charaktervolle Thema handelt von der Liebe Gottes.


 
   
 
Bach komponierte über das Thema eine kunstvolle Fuge, die mit ihren virtuosen und langen Koloraturen eine grosse Lebendigkeit aufweist.


 
   
 
Während der Einführung zum Werk zeigt Beat Wälti auf, wie Bach mit speziellen Notenabfolgen den der Musik zugrunde liegenden Text musikalisch umsetzt (z.B. aufsteigende Tonreihen für das Gute, Himmlische bzw. absteigende für das Irdische, Niedrige; Einsatz des 3er-Taktes für himmlische Szenen (entsprechend der Heiligen Dreifaltigkeit) oder Ausdruck einer gezielten Stimmung durch Verwendung spezieller musikalischer Rhythmen (wie beispielsweise in der Sopranarie mit dem Beizug des tänzerischen, Gavotte ähnlichen Musikstils zur Symbolisierung der Nichtigkeit des Diesseits).



   
  Wältis Ausführungen werden durch verschiedene Musikbeispiele gut wahrnehmbar veranschaulicht.


 
     
  Selbst die Interpreten folgen aufmerksam den interessanten Ausführungen des Dirigenten.

Abschliessend folgt die konzertante Aufführung der etwa 20 Minuten dauernden Bachkantate.


 
   
 
1. Chor
Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, dass wir Gottes Kinder heissen.


 
   
 
2. Choral
Das hat er alles uns getan, sein gross Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis!


 
   
 
3. Rezitativ (Altus)
Geh, Welt! Behalte nur das Deine, ich will und mag nichts von dir haben. Der Himmel ist nun meine, an diesem soll sich meine Seele laben. Dein Gold ist ein vergänglich Gut, dein Reichtum ist geborget, wer dies besitzt, der ist gar schlecht versorget. Drum sag ich mit getrostem Mut:


 
   
 
4. Choral (attacca)
Was frag ich nach der Welt und allen ihren Schätzen, wenn ich mich nur an dir, mein Jesu, kann ergötzen? Dich hab ich einzig mir zur Wollust vorgestellt: Du, du bist meine Lust; was frag ich nach der Welt!


 
      
 
5. Arie (Sopran)
Was die Welt in sich hält, muss als wie ein Rauch vergehen. Aber was mir Jesus gibt und was meine Seele liebt, bleibet fest und ewig stehen.


 
   
 
6. Rezitativ (Bass)
Der Himmel bleibet mir gewiss, und den besitz ich schon im Glauben. Der Tod, die Welt und Sünde, ja selbst das ganze Höllenheer kann mir, als einem Gotteskinde, denselben nun und nimmermehr aus meiner Seele rauben.

Nur dies, nur einzig dies macht mir noch Kümmernis, dass ich noch länger soll auf dieser Welt verweilen. Denn Jesus will den Himmel mit mir teilen, und dazu hat er mich erkoren, deswegen ist er Mensch geboren.


 
   
 
 
     
 
7. Arie (Altus)
Von der Welt verlang ich nichts, wenn ich nur den Himmel erbe. Alles, alles geb ich hin, weil ich genug versichert bin, dass ich ewig nicht verderbe.


 
   
 
8. Choral
Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen! Mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht! Gute Nacht, du Stolz und Pracht! Dir sei ganz, oh Lasterleben, gute Nacht gegeben.


 
   
 
Der Musikverein Lenzburg bedankt sich herzlich für den anhaltenden Applaus...


 
   
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Johann Sebastian und der Musikverein Lenzburg entlassen das angenehme Publikum ins vorweihnächtlich geschmückte Wallisellen.
 
 
 





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