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Urs Erdins neue Filmmusik zur Stummfilmkomödie

"Steamboat Bill, jr." (von 1928) mit Buster Keaton

Aufführungen: 12. + 13.11.2016 in der Mehrzweckhalle Lenzburg
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1)  Bilder der Probe vom 3. November 2016 im Schulhaus Lenzhard

Fotos Romeo Crivelli

 
 

 
   
  Die Durchführung des Vorhabens erfordert einen riesigen Orchesterapparat, bestehend aus Schülerinnen und Schülern des Jugendspiels und der Musikschule Lenzburg, aus Orchestermitgliedern des Musikvereins Lenzburg sowie aus Stimmführerinnen und Stimmführern des :argovia philharmonic, das sich in den letzten Jahren unter Douglas Bostock zu einem der hervorragendsten Orchester schweizweit entwickelt hat. Im Bild Monika Altorfer, Konzertmeisterin des mehrere Generationen an Mitwirkenden umfassenden Klangkörpers.


 
   
  An Instrumenten ist hier so ziemlich alles (und gar Neuartiges) anzutreffen.


 
   
  Das aktuelle Projekt dürfte Urs Erdin als Komponist und Dirigent der Filmmusik schon seit geraumer Zeit voll auf Trab halten.


 
   
  Für viele Jugendliche ist es sicherlich ein Vorteil, dass sie auch im Jugendspiel Lenzburg unter Urs Erdin musizieren. Für sie alle dürfte dieser Anlass zu einem besonderen und nachhaltigen Erlebnis werden.


 
   
  Der runde gepolsterte Hocker im Vordergrund ist nicht etwa als Sitzgelegenheit gedacht, sondern dient als Ersatz für noch nicht eingetroffene Timpani.


 
   
  Obgleich im Orchester vorwiegend Jugendliche anzutreffen sind, dürfte die Cellistin im Vordergrund  dazu beitragen, das Durchschnittsalter der Mitwirkenden namhaft zu senken.


 
   
  Den Sinnesorganen von Urs Erdin sind die mannigfaltigsten Aufgaben zugedacht:

Linkes Auge mit Blick auf den vor ihm geöffneten Laptop, wo der Stummfilm abläuft, nach welchem sich die Tempi der Musik zu richten haben, während das rechte Auge Kontakte zu den Musikern schafft...


 
   
  ...beide Arme sind frei, um unermüdlich Einsätze zu geben und Tempowechsel wirksam anzuzeigen...


 
   
 
...das Kabel führt vom Laptop zum linken Ohr, das die Signale des ablaufenden Films als Orientierungshilfe wahrnimmt, während das rechte Ohr den Orchesterklang überwacht.


 
   
 
Am Elektroklavier Projektleiter Peter Sterki: als Vorstandsmitglied des Vereins Pro Musikschule Lenzburg hat er schon in der Vergangenheit die administrative Leitung mehrerer grösserer Projekte verantwortet.


 
   
 
Hier der bereits angekündigte Timpani-Ersatz. Wohl muss darauf stärker geschlagen werden als aufs Fell der Originalinstrumente, aber für Übungszwecke eine durchaus valable Alternative, und erst noch amüsant beim Zuschauen.


 
   
 
Bringen Sie nicht Ihr Schuhwerk oder andere reparaturbedürftige Gegenstände mit ins Konzert! Wohl wird hier ab und zu "gehämmert", aber bloss zur Erzeugung von Klängen laut Anweisungen in den Musiknoten.


 
 
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2)  Bilder der Generalprobe vom 9. November 2016 in der Mehrzweckhalle Lenzburg

Fotos Romeo Crivelli

 
 

 
   
 
Die Generalprobe findet wie auch die drei Aufführungen vom 12. und 13. November in der Mehrzweckhalle Lenzburg statt.


 
   
  Das riesige Ochester ist spielbereit.


 
   
 
Es besteht teils aus einer grossen Zahl von Musikern, die ein Saiteninstrument spielen: Geige, Bratsche, Cello, Bassgeige.


 
   
  Unterstützt werden sie von Stimmführern des :argovia philharmonic orchestra.


 
   
 
Die Cellistin am mittleren Violoncello ist Stimmführerin für die Cellogruppe. Auch bei den Bläsern sind für verschiedene Register weitere Stimmführer im Einsatz.


 
   
  Solche Begegnungen unter Musikern ermöglichen nicht selten einen wertvollen Erfahrungsaustausch.


 
   
 
Es ist höchst erfreulich und ebenso wichtig, dass auch sehr junge begabte Menschen in einem grösseren musikalischen Projekt wie diesem einen Platz finden.


 
   
  Mit den hier abgebildeten Instrumenten lässt sich musikalisch weit in unergründliche Tiefen absteigen. Links das Fagott, in der Bildmitte aus Blech die Tuba und rechts zwei (von insgesamt drei) gut erkennbare Bässe (Kontrabässe, Bassgeigen).


 
   
  Auch das Klavier kann bei den bereits aufgezählten Instrumenten bezüglich tiefster Töne ohne weiteres mithalten. Darüber hinaus kennt es auch extrem hohe, für das menschliche Ohr zwar noch wahrnehmbare Töne, die sich aber kaum noch einordnen lassen. Ein Klavier umfasst bis zu 88 Halbtöne bzw. 7 (oder sind es gar deren 8?) Oktaven. Das dürfte auch für ein E-Piano wie dem hier abgebildeten zutreffen.


 
   
 
Der Begriff "Holzinstrumente" oder kurz "Holz" umschreibt Blasinstrumente wie die Oboe (ganz vorne links), ferner dahinter mit der eiförmigen Kugel unten das "Englischhorn". Weiter dazu gehört die Querflöte, auch wenn sie heute meist aus Silber- oder Goldlegierungen besteht; ebenso die Klarinette und das Saxophon, letzteres trotz des Umstandes, dass es aus Messing gebaut wird, denn sein Ton wird wie bei der Klarinette mit einem Rohrblatt erzeugt. Überdies spielt heute vor allem bei der Sinfoniemusik das Fagott eine wichtige Rolle.


 
   
  Querflöten, Klarinetten und rechts aussen ein Saxophon (vermutlich ein Altsaxophon).


 
   
 
Urs Erdins Jugendspiel umfasst mehrheitlich Instrumente der Harmoniemusik, mit Holz- und Blechbläsern sowie Perkussion. Hier im Bild zu sehen Trompeten sowie versteckt Hörner und Posaunen...


 
   
  Im Vordergrund gut erkennbar verschiedene Posaunen


 
   
  Für das aufzuführende Werk finden wir eine sehr umfangreiche Perkussion mit teils unüblichen und selten anzutreffenden Instrumenten. Perkussion ist ein Sammelbegriff für...

1. Schlaginstrumente:  wie Trommel, grosse Trommel, Pauke/Kesselpauke (Timpani), Conga, Becken usw.
2. Effektinstrumente     wie Signal, Pfeiffe, Horn, Glocke, Kastagnetten, Gong, Amboss usw.
3. Stabspiele (Mallet-Instrumente)
   
a) Holzklangstäbe:    wie Xylophon, Marimba usw.
    b) Metallklangstäbe:  wie Glockenspiel, Lyra, Vibraphon usw.

    um nur die bekanntesten zu nennen. Und es werden laufend neue Klangerzeuger erfunden!


 
   
 
Junge Perkussionisten voll im Element: mit viel Enthusiasmus unterstützen sie den Handlungsablauf auf der Leinwand mit passenden Klängen und Geräuschen.


 
   
 
Unermüdlich und fast pausenlos eilt dieser Tausendsassa nach jedem treffsicheren Einsatz ebenso flink wie Buster Keaton auf der Leinwand mit seinen Noten zum nächsten Instrument, um auch dort wieder präzise sein Bestes zu geben.


 
   
 
Auch für das tobende Unwetter im Film steht eine geeignete "Windmaschine" - oder wie dieses Ungetüm auch immer heissen mag - einsatzbereit.


 
   
  Von Urs Erdin kommen alle Impulse für den 70-minütigen "Spuk". Hier wird alles zusammengehalten und gelenkt.

Für die bevorstehenden Aufführungen wünschen wir ihm und seiner "crew" gutes Gelingen, viel Spass und ausverkaufte Vorstellungen!


 
 
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3)  Aufführungen vom 12. und 13. November 2016 in der Mehrzweckhalle Lenzburg

Die hier gezeigten Bilder stammen von der Spätaufführung des 12. Novembers.


Fotos Romeo Crivelli

 
 

 
   
 
Am Abend des 12. Novembers finden nach einer Vorprobe zwei Aufführungen statt. Eine dritte folgt nach einer weiteren Vorprobe am späten Vormittag des 13. Novembers.


 
   
 
Aufmarsch der Mitwirkenden zum lange herbeigesehnten Event. Bei mehr als der Hälfte von ihnen dürfte es sich um Zugehörige des Jugendspiels handeln, welches ebenfalls von Urs Erdin - dem Komponisten der zur Uraufführung gelangenden Filmmusik - geleitet wird.


 
   
  ...

 
   
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  Allmählich füllt sich der für das grosse Orchester geschaffene Raum.


 
   
  Insgesamt dürften gegen 100 Personen aktiv an diesem Werk beteiligt sein.


 
   
  Stimmen der Instrumente mit Monika Altorfer, Konzertmeisterin des Orchesters


 
   
  Heiner Cueni, der Präsident a.i. des Vereins Pro Musikschule Lenzburg, begrüsst das zahlreich erschienene Publikum und gibt Informationen zum Anlass.


 
   
 
Spätestens mit dem Auftritt von Urs Erdin als Komponist und Dirigent der neu geschaffenen Filmmusik zum Stummfilm Steamboat Bill jr. aus dem Jahr 1928 mit dem grossartigen Stummfilmschauspieler Buster Keaton steigt im Saal die Spannung...


 
   
 
Alleine schon dieses äusserst ansprechende Signet weckt grosse Hoffnungen auf die kommenden ~ 70 Minuten. Leider finden sich über die Urheberschaft keine Angaben im Programmheft, aber vermutlich dürfte es hierzulande im Zusammenhang mit dem Lenzburger Projekt kreiert worden sein.


 
   
 
Gleich nach der "Verkabelung" des Dirigenten mit den technischen Geräten kann es losgehen... Übrigens, der Film ist so meisterhaft gespielt, dass er auch bei mehrmaligem Betrachten nie langweilig wird.


 
   
 
Wer den Stummfilm noch nicht gesehen hat, oder ihn nochmals betrachten möchte, kann ihn über youtube mit folgendem Link aufrufen. Die Bildqualität ist dabei allerdings nicht besonders hoch und zu hören leider nicht die Lenzburger Vertonung mit dem Grossorchester von Urs Erdin, sondern lediglich eine eher mässige und monotone Hammondorgel-Begleitmusik, so wie's damals zu den Stummfilmzeiten eben üblich war. 


 
   
  Vielen Dank für diesen äusserst gelungenen Anlass und die glanzvolle Leistung, welche die Mitwirkenden wohl mit grossen Opfern, mit viel Engagement und noch mehr Begeisterung erbracht haben. Das Publikum hat es ihnen mit lang anhaltendem Applaus gedankt.

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